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By Christoph Meier

Besprechungen sind in unserer modemen, von Organisationen geprägten Gesell­ schaft ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags geworden. Das gilt, wenn auch nicht rür alle, so doch rur viele Menschen, ganz gleich ob sie Mitglieder eines Qualitäts­ zirkels in ihrem Produktionsbereich sind oder der Geschäftsruhrung eines Unter­ nehmens angehören. Die weite Verbreitung von Besprechungen wird oft als Aus­ druck demokratischen Selbstverständnisses und entsprechender Führungsstile gese­ chicken oder aber als Folge ausgeprägter Arbeitsteilung und der dadurch erforderlichen horizontalen Kommunikationssysteme innerhalb von Organisationen. Ob es sich um Dienstbesprechungen, Projektgruppentreffen, Redaktionskonferenzen oder Kommissionssitzungen handelt - in Unternehmen, Verwaltungen, Schulen und Vereinen finden sich immer wieder Personen zusammen, die miteinander reden und auf diese Weise ihre Arbeit verrichten. Solche Treffen werden zum Teil im voraus geplant, zum Teil kurzfristig improvisiert oder aber sie finden routinemäßig zur immer gleichen Zeit am immer gleichen Ort statt. Von den Beteiligten selbst wer­ den sie mal als lästige Zeitverschwendung betrachtet, mal als Bühne, um sich ins rechte Licht zu rücken, oder auch als willkommene Gelegenheit, um "unter sich" sein und Dampf ablassen zu können. Besprechungen gelten aber auch als Ereignis­ se, in deren Verlauf soziale Wirklichkeit (in der shape von Entscheidungen und Ergebnissen) hergestellt oder zumindest vorweggenommen wird. Dabei wird ihnen immer wieder eine eigene Qualität, eine besondere Dynamik nachgesagt. Wer nicht dabei struggle, so heißt es oft, dem kann guy nicht erklären, wieso denn dieses oder jenes Ergebnis zustande gekommen ist.

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Einführung in die Rechtssoziologie? Warenbezeichnungen pflegen in der Regel mehr zu versprechen, als sie halten (können). Gilt dies auch für den Titel dieses Buches? Ich denke nein, allerdings mit zwei Einschränkungen. Zum einen gil- wie für die Soziologie im allgemeinen, so auch für die Rechtssozio­ logie im besonderen -, daß sie zerfällt in unterschiedliche Ansätze, Paradigmen, Theorien und Methoden, die ihrerseits Ausfluß unter­ schiedlicher Vorstellungen über Forschungsgegenstand und -interesse sind.

Allgemeine Betriebswirtschaftslehre: Aufbau Ablauf Führung Leitung

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Eine schriftliche Fassung gestattet es zudem, den Verlauf der Interaktion unabhängig von seiner realen Ablaufgeschwindigkeit interpretativ nachzuvollziehen und dabei (einfache) Beobachtungen anzustellen. Schließlich werden durch das schriftliche Protokoll auch Vergleiche zwischen verschiedenen TextsteIlen möglich, die ja eine Voraussetzung rur die Rekonstruktion von Ordnung und methodischen Verfahrensweisen darstellen. Ein Transkript ist der Versuch, eine für die Analyse ausreichende Menge an Details einer Interaktion in schriftlicher Form darzustellen (Psathas/Anderson 1990:77).

J ( - HW? 00 - (tag) - ) 00 39 -> HB: das mach(n) wer gleich:; 40 ( - 41 hier; ( - ) gemeinsam. Herr B nimmt zunächst zu dem Bericht von Frau T über Dinge, die sie seit dem letzten Treffen in die Wege geleitet hat, mit positiven Kommentaren Stellung. Er hört aber in dem Moment damit auf, als sie eine Feststellung zu einem nächsten Arbeitsschritt zu äußern beginnt (Zeilen 23 bis 26). Herr B macht einen Einwand gegen diese Planung geltend und bemüht sich dann darum, das Thema auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen (Zeile 29).

Vgl. Kallmeyer 1987: II 02. Petermann warnt vor dem positivistischen Geist, aus dem die wissenschaftliche Foto- und Kinematographie hervorgegangen sind. Die Reproduktion der Welt durch automatische Mittel fUhre nicht notwendig zu wahrheitsgetreuen oder objektiven Reproduktionen (1991 :228). Die Kamera zeichnet letztlich ja nur den Ausschnitt der Wirklichkeit auf, der mit einer bestimmten und vom Forscher gewählten Ausrichtung beziehungsweise Einstellung des Objektivs erfaßt werden kann (Koloß 1973:26).

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