Download Die Nato nach 1989: Das Rätsel ihres Fortbestandes by Ulrich Franke PDF

By Ulrich Franke

Mit der Auflösung der Sowjetunion und des Warschauer Pakts wird auch das westliche Militärbündnis bald der Vergangenheit angehören, lautete vor knapp zwei Jahrzehnten die Einschätzung führender Vertreter des Neorealismus, jener Denkschule additionally, welche die Diskussion innerhalb der politikwissenschaftlichen Teildisziplin der Internationalen Beziehungen lange Zeit dominierte. In der Folge entwickelte sich eine im Grunde bis heute nicht entschiedene Debatte über die Gründe des Fortbestands der NATO. Denn das westliche Bündnis löste sich nicht nur nicht auf, sondern nahm neue Mitglieder, vornehmlich ehemalige Gegner, auf und übernahm neue Aufgaben auch jenseits seines Vertragsgebiets. Ulrich Franke greift dieses ? Rätsel? auf und kommt anhand detaillierter Analysen von Verlautbarungen der höchsten Entscheidungsgremien der NATO zu dem Ergebnis, dass es ein Selbstverständnis als wirksamere Vereinte Nationen ist, welches die Verbündeten bereits seit der Unterzeichnung des Nordatlantikvertrages 1949 zusammenhält.

Show description

Read or Download Die Nato nach 1989: Das Rätsel ihres Fortbestandes PDF

Similar german_1 books

3D-Artikulatorische Sprachsynthese

Diese Arbeit beschreibt ein artikulatorisches Sprachsynthesesystem, das in der Lage ist, synthetische Sprachausserungen in hoher Qualitat zu generieren. Das method umfasst ein Modell des Sprechapparats, ein aerodynamisch-akustisches Simulationsverfahren und ein Steuermodell fur die Generierung der artikulatorischen Bewegungsablaufe.

Additional info for Die Nato nach 1989: Das Rätsel ihres Fortbestandes

Example text

Angesichts dieser fundamentalen Differenzen habe die NATO genug damit zu tun, nach geteilten Herausforderun- 63 Vgl. Sean Kay (1998): NATO and the Future of European Security. 810 und 147/48 sowie ders. 69-83. 64 Vgl. Charles A. 42-44 und ders. S. Foreign Policy and the Geopolitics of the Twenty-First Century. 62, 120, 159 und 334ff. 65 Eine eigene Position im Streit um transatlantische (Werte-) Differenzen vertritt schließlich auch Dominique Moïsi. Europa und die USA seien zwar noch immer durch demokratische Werte und tiefe gemeinsame Interessen vereint, aber weniger vertraut und kompetitiver in ökonomischen, sozialen und kulturellen Angelegenheiten – wenn nicht sogar in Fragen der Ethik.

278-83. Zu Diplomatie als Praxis vgl. 627-651. Das Argument, dass Sicherheitsgemeinschaften von bestimmten Praktiken konstituiert würden, findet sich inzwischen auch bei Adler. Vgl. 195-230. 71 Vgl. ): The Origins of National Interests. 198-234 und ders. (2003): The EU, NATO and the Integration of Europe: Rules and Rhetoric. 77-111 und 229-264. 42 2. 1 Klassischer Liberalismus Nach dem neoliberalistischen Institutionalismus und dem liberalistischen Wertegemeinschaftskonstruktivismus wird nun eine dritte Gruppe von Autoren vorgestellt, deren Arbeiten eine „liberalistische“ Perspektive auf die internationalen Beziehungen kennzeichnet.

79-101. 1 Die Neo-Neo-Debatte: Neorealismus vs. neoliberalistischer Institutionalismus 33 derungen der Entwicklung einer Agenda für Osteuropa und den (weiteren) Nahen Osten sowie den neuen Aufgaben der Friedensbewahrung und des demokratischen Wiederaufbaus außerhalb Europas gerecht zu werden, bedarf es Asmus zufolge der engen Konsultation und Zusammenarbeit zwischen den Partnern. Dem Westen als Ganzem mangele es nicht an militärischen Fähigkeiten, sondern an effektiven Transformationsstrategien – zum Beispiel mit Blick auf demokratische politische Alternativen in der arabischen Welt.

Download PDF sample

Rated 4.29 of 5 – based on 49 votes