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By Nicole Burzan, Peter A. Berger

Mittlere soziale Lagen stellen seit jeher ein analytisches challenge für die Ungleichheitsforschung dar, weil es sich um heterogene Gruppen handelt, die sich nur schwer auf einen gemeinsamen Nenner bringen lassen. In jüngerer Zeit nun hat die „Mitte“ neue Aufmerksamkeit in der Diskussion erfahren, unter anderem durch die Thesen ihrer Schrumpfung sowie zunehmender Abstiegsängste.
Der Band richtet sich auf Dynamiken sozialer Ungleichheit, die sowohl auf die individuelle Ebene abzielen, beispielsweise in shape sozialer Mobilität, aber auch auf Dynamiken der gesellschaftlichen Mitte als Kollektiv und ihre sozialen Funktionen. Zu diesem Zweck vereint der Band sowohl Beiträge, die empirisch aktuelle Entwicklungen auf verschiedenen Ebenen thematisieren und dabei die obigen Thesen hinterfragen, als auch solche, deren Schwerpunkt auf konzeptionellen Argumenten und der Diagnose des gesellschaftlichen Rahmens für Veränderungen dieser „Mitte“ liegt.

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3D-Artikulatorische Sprachsynthese

Diese Arbeit beschreibt ein artikulatorisches Sprachsynthesesystem, das in der Lage ist, synthetische Sprachausserungen in hoher Qualitat zu generieren. Das process umfasst ein Modell des Sprechapparats, ein aerodynamisch-akustisches Simulationsverfahren und ein Steuermodell fur die Generierung der artikulatorischen Bewegungsablaufe.

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Opladen: Leske und Budrich Nolte, Paul (2004): Generation Reform. Jenseits der blockierten Republik. ) (2003): Soziologische Forschung: Stand und Perspektiven. Ein Handbuch. Opladen: Leske und Budrich Renner, Karl (1953): Wandlungen der modernen Gesellschaft. Zwei Abhandlungen über die Probleme der Nachkriegszeit. Wien: Verlag der Wiener Volksbuchhandlung Schelsky, Helmut (1965): Auf der Suche nach Wirklichkeit. Gesammelte Aufsätze. Düsseldorf/Köln: Diederichs Schelsky, Helmut (1965): Die Bedeutung des Schichtungsbegriffs für die Analyse der gegenwärtigen deutschen Gesellschaft.

Für Geiger geht es um den empirischen Nachweis der Ungleichzeitigkeit und der Pluralität sozialer Schichtungsprozesse. Hierbei vertritt Geiger im Kern drei Thesen, die er in seinen Untersuchungen verifiziert: Erstens die These einer nach-ständischen Stabilisierung der Mittelklasse, das bedeutet, dass sich die Mitte der Gesellschaft im Zuge der industriellen Dynamik des Kapitalismus nicht im Sinne einer „Proletarisierung“ auflöst, vielmehr gewinnt sie neue soziale Stabilität und Form. Zweitens proletarisiert sich die Mittelklasse nicht nur nicht, es setzt sogar ein immer stärker werdender Prozess der sogenannten Entproletarisierung und der Verbürgerlichung in der Arbeiterschaft ein.

Zit. nach Brunner et al. 1997: 53) Gerade in ökonomischer Perspektive wird die Mitte im Sinne einer robusten Stabilitätszone der Gesellschaft begriffen. Als Orientierungspunkt fungiert der Wohlstandspanik und Statusbeflissenheit 37 gewerbliche Mittelstand, der generationenübergreifend auf Familienbesitz gründet, der Loyalität, Verantwortung und Ausgleich als wirtschaftliche Umgangsform pflegt, und der in regionalen Milieus verankert ist (vgl. Berghoff 2005). Im ökonomischen Ordnungsbild des Mittelstandes markiert die soziale Mitte den wirtschaftlichen und in gewissem Sinne auch moralischen Gravitationspunkt der Gesellschaft.

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