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By Viktoria Kaina

Im Rahmen der "Potsdamer Elitestudie 1995" werden empirisch fundierte Antworten auf die Frage angeboten, welche Faktoren die Akzeptanz der bundesdeutschen Funktionselite unterminieren und welche sie fördern und stabilisieren können. Im Mittelpunkt steht dabei das Vertrauen in die Führungsschicht des vereinten Deutschlands (Elitenvertrauen). Obwohl nicht von einer Vertrauenskrise der Bevölkerung in die Führungsschicht im Jahr 1995 gesprochen werden kann, finden sich klare Belege für Unzufriedenheit, vor allem mit den Eliten der Politik. Dabei sind es weniger Zweifel an den Fähigkeiten der Führungskräfte, als vielmehr enttäuschte Erwartungen der Bürger, die das power in sich bergen, das Elitenvertrauen in der Bundesrepublik zu untergraben.

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Das impliziert ein potentielles Konfliktverhiiltnis zwischen beiden Anspriichen iegitimer Herrschaft, das sich auch wie ein roter Faden durch die modeme Demokratietheorie zieht. Abraham Lincoln postuliert die Quellen flir die Anerkennung einer demokratischen Ordnung als legitim kurz und bUndig in seinem beriihmten Wort yom "government of the people, by the people and for the people" (zitiert bei Scharpf 1998a: 85). In Anlehnung an Eastons Flussmodell des politischen Systems leitet Scharpf (l998a, 2000) daraus eine input-orientierte und eine output-orientierte Legitimitat ab, die beide einen "Gemeinsamkeitsglauben" (Weber 1980 [1921]: 237), eine WirIdentitat voraussetzen (vgl.

HeiBt das aber nicht, dass dieser momentane Zustand nicht veriinderbar wiire. 1m Gegenteil: die Legitimitiitsgrundlagen eines Gemeinwesens wandeln sich in dem MaBe, in dem sich individuelle Lebenserfahrungen und Beurteilungskriterien flir die Anerkennungswiirdigkeit einer politischen Ordnung in der Bevolkerung veriindern (vgl. Steffani 1997: 244). Prozesse der Legitimation (oder: Legitimierung) werden demzufolge zur unverzichtba35 Zum Begriffvon Effektivittit als Grad der Zielerreichung vgl. GriiskelRecklenwald (1995: 136).

Das impliziert ein potentielles Konfliktverhiiltnis zwischen beiden Anspriichen iegitimer Herrschaft, das sich auch wie ein roter Faden durch die modeme Demokratietheorie zieht. Abraham Lincoln postuliert die Quellen flir die Anerkennung einer demokratischen Ordnung als legitim kurz und bUndig in seinem beriihmten Wort yom "government of the people, by the people and for the people" (zitiert bei Scharpf 1998a: 85). In Anlehnung an Eastons Flussmodell des politischen Systems leitet Scharpf (l998a, 2000) daraus eine input-orientierte und eine output-orientierte Legitimitat ab, die beide einen "Gemeinsamkeitsglauben" (Weber 1980 [1921]: 237), eine WirIdentitat voraussetzen (vgl.

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