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By Sabine Lingenauber

Normalität ist neben Behinderung und Integration die bedeutsamste Kategorie des integrationspädagogischen Diskurses. Anhand einer exemplarischen examine der Werke von Eberwein und Feuser wird aufgezeigt, wie im Diskurs die Polarität der Kategorien Behinderung und Normalität aufgelöst und gleichzeitig Behinderung als neue Normalität produziert wird.

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4. Temporale nonnalistische Divergenzen zwischen den beiden Autoren: In den 1970er Jahren waren Eberwein und Feuser als Lehrer in zwei unterschiedlichen sonderpädagogischen Praxisfeldern tätig: Feuser in der Geistigbehinderten- und Eberwein in der Lernbehindertenpädagogik. Schon die Titel ihrer Frühwerke (1970-1979) wiesen mich zu Beginn meiner Analyse darauf hin, dass sie ihre Publikationen einschließlich ihrer Dissertationen zum einen in engem thematischen Bezug zu ihren jeweiligen Praxisfeldern verfassten.

316). Eberwein schreibt: "Inwieweit die Sonderstellung des Behinderten von einer Gesellschaft akzeptiert wird, hängt davon ab, was in dieser Gesellschaft als ,normal' gilt. ). Diesem In-Frage-Stellen folgt direkt im anschließenden Satz der Entwurf seiner eigenen Normalitätsvorstellung. h. ). Zunächst einmal ist eine Verbindung zwischen den zuletzt genannten Zitaten herzustellen und festzuhalten, dass Eberwein den Begriff "normal" mit durchschnittlich im Sinne von "Durchschnittsverhalten" definiert.

Erst eine diachrone Untersuchung der von den beiden Autoren im Laufe der Diskursgeschichte entwickelten Kategorie-Definitionen lassen Definitions-Diskontinuitäten sichtbar werden. Es gibt kein einheitliches Normalitätskonzept im integrationspädagogischen Diskurs. Vielmehr lassen sich beispielhaft aus den Werken verschiedener Autoren durch eine diachrone Analyse der Kategorien und ihrer Verhältnisse zueinander unterschiedliche Konzepte erschließen. Dabei lassen sich "flexibel-normalistische Strategien" bei den Autoren ausmachen, die auf "maximale Expandierung und Dynamisierung der Normalitäts-Zone" zielen (Link 19982a: 78).

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