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By Andrea Jansen, Rosaia Ruberto

Die Wirklichkeit, die wir sehen und erleben, wird immer umfassender und tiefge hender von den Massenmedien (Presse, Rundfunk und Fernsehen) bestimmt. Einerseits sind die Massenmedien zur Hauptquelle unserer Informationen und Weltbilder geworden, andererseits sind die Ereignisse, Ober die sie berichten, selbst wieder maBgeblich durch mediale Realitatsdarstellungen gepragt worden. Wegen der Dichte der medialen Kommunikation bleibt immer weniger Raum fOr medial nicht bestimmte Kommunikation. Ein immer gr6Berer Teil unserer Realitat ist deshalb medial konstruierte Realitat. used to be fOr die sich uns darbietende Realitat im allgemeinen gilt, das gilt auch fOr die politische Realitat. Sie ist immer mehr zu einer medial konstruierten Realitat ge worden und wird deshalb von den GesetzmaBigkeiten medialer Realitatskon struktion beherrscht. Diese Entwicklung hat gravierende Konsequenzen fOr das Verhaltnis zwischen Offentiichkeit und Politik. Nach demokratietheoretischem Verstandnis sollen Massenmedien durch ihre Berichterstattung ein discussion board fOr die 6ffentliche Meinungsbildung bieten. Aus dieser sollen sich Themen und Leitlinien fOr die politische Willensbildung in den demokratischen Entscheidungsverfahren in Wahlen, Parlamentsabstimmungen und Regierungsentscheidungen ergeben. Uber deren Verlauf und Ergebnis soli wieder in den Massenmedien berich!e! wer den, so daB sie in der Offentlichkeit kritisch reflektiert und gegebenenfalls im weiteren Verlauf korrigiert werden k6nnen. Damit das Zusammenspiel von Medien und Politik in der demokratischen Meinungs- und Willenbildung in der dargestell ten Weise funktioniert, mOssen beide Seiten voneinander unabhangig sein. For mell wird die Unabhangigkeit der Medien durch den Verfassungsgrundsatz der Informations- und Meinungsfreiheit gewahrleistet, die Unabhangigkeit der Politik durch den Verfassungsgrundsatz der freien, allgemeinen und geheimen Wahl.

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18; W. Rudzio, 1987: Das politische System der Bundesrepublik Deutschland, S. 122-123. 126Vgl. B. -D. Klingemann u. M. P. Wattenberg, 1990: Zerfall und Entwicklung von Parteiensystemen, in: M. Kaase u. -D. Klingemann, S. 334-342. 127Vgl. R. Munch, 1992: Die Struktur der Moderne, S. 502-504 u. 516; zu den amerikanischen Parteien vgl. auch M. , S. 537-538. 3 Organisation des Rundfunks: Oas Monopol der tiffentlich-rechtlichen Anstalten Nach dem lweiten Weltkrieg Obernahmen zunachst die Alliierten die Aufsicht Ober das Presse- und Kommunikationswesen in Deutschland.

184. 50 groBzugige Wahlkampfkostenerstattung) und uber einfluBreiche politische Stiftungen. 114 Die Parteien sind in Deutschland also fest im politischen System verankert und durchdringen aile politischen Institutionen. Darauf verweist die haufige Bezeichnung der Bundesrepublik als Parteiendemokratie. B. Abstimmungen Fraktionszwangen unterworfen werden. B. 115 Abgeschwacht betrifft die personelle Durchdringung auch Justiz und Verwaltung. Die Verzahnung mit der Verwaltung bringt Vorteile fUr die Mehrheitspartei.

Weischenberg, 1992: Journalistik, S. 133; F. Nowottny, 1992: Politik und 6ffentlichrechtlicher Rundfunk, in: G. W. Wittkamper, S. 103. 145Vgl. W. Gellner, 1992: Massenmedien, in: O. W. Gabriel, S. 281-282; J. Seifert, 1972: Probleme der Parteien- und Verbandkontrolie in Rundfunk- und Fernsehanstalten, in: D. Prokop, S. 302. 56 Entsprechend der fbderalistischen Struktur der Bundesrepublik wurde auch der Rundfunk dezentral organisiert und rechtlich den U:indern unterstellt. So waren die ersten Rundfunkanstalten - eingefOhrt von den Alliierten in ihren jeweiligen Besatzungszonen - regionale Sender.

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